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Siegener Zeitung vom 19.11.2015

Schule wird noch digitaler

Olpe / Lütringhausen Sogar das Schwarze Brett ist ein PC / Laptops statt Heft und Buch

Obwohl die Hauptschule nur noch wenige Jahre besteht, wird weiter investiert.


Vertreter der Schulleitungen und des Fördervereins freuen sich über das digitale Schwarze Brett, das nun im Foyer der Hakemickeschule über Vertretungspläne und andere aktuelle Vorgänge informiert. Foto: win

win  Auf den ersten Blick könnte man meinen, im Forum des Schulzentrums Hakemicke laufe eine Fernsehübertragung. Doch das, was auf dem Großbildschirm an der Wand gezeigt wird, ist viel mehr. Seit kurzem verfügt die Gemeinschaftshauptschule Hakemicke über ein digitales Schwarzes Brett. Im Forum und in beiden Lehrerzimmern sind Bildschirme aufgehängt, in deren Gehäuse ein Computer integriert ist. Über das Internet sind die Displays mit einem Server verbunden, auf dem ein Dienstleister die entsprechende Software bereitstellt. Und so werden Vertretungspläne, die Mensa-Speisenkarte und aktuelle Neuigkeiten nicht mehr auf Zettel geschrieben und an verschiedenen Stellen ausgehängt, sondern einfach per Software auf die Bildschirme verteilt. Das geht blitzschnell und sorgt dafür, dass die Schüler und Lehrer aktuell informiert werden.

Bezahlt wurde das immerhin 11000 Euro teure System vom Förderverein, der die Hauptschule wie auch die Sekundarschule unterstützt, sowie aus Erlösen des Schülercafés. Dort werden kleine Speisen und Getränke, ergänzend zum Angebot der Mensa, von Eltern zu günstigen Preisen verkauft. Der kleine Überschuss geht stets an Projekte für die Schule, diesmal eben das digitale Schwarze Brett.

„Das ist eine große Erleichterung“, erläutert Lehrerin Kerstin Meiswinkel, die das Projekt seitens der Schule betreut. Erfreut hat sie festgestellt, dass viele Schüler stehenbleiben und interessiert die Nachrichten des Fernsehsenders „N24“ verfolgen, die in einem Fenster auf dem Bildschirm mitlaufen. Ebenfalls gehört zu dem System, dass Lehrer sich ein Programm auf ihr Smartphone herunterladen können, was wiederum ermöglicht, schon von zu Hause aus einen Blick auf den Vertretungsplan werfen zu können, um sich entsprechend vorbereiten zu können.

Auch können aktuelle Meldungen – beispielsweise die Sperrung einer Turnhalle oder einzelner Räume durch einen Defekt – auffällig als Laufschrift am unteren Bildschirmrand angezeigt werden. Und nicht zuletzt können Fotos oder Videos auf den digitalen Schwarzen Brettern wiedergegeben werden.

Lothar Epe, Rektor der Hauptschule: „Das wir ein solches System installieren, zeigt, dass wir nicht resignieren, obwohl die Schule ausläuft und wir nächstes Jahr nur noch die Jahrgänge 9 und 10 haben. Wir machen bis zum letzten Tag mit voller Kraft weiter.“ Das zeige auch, dass sich einige seiner Kollegen bald einer Rezertifizierung unterziehen, damit die Schule weiterhin als „MINT“-Schwerpunktschule gilt. Und Epe weiß, dass alles, was die Hauptschule hat, demnächst an der Sekundarschule weitergenutzt werden kann.

11000 Euro hat das System gekostet, und die Sekundarschule will nun erreichen, dass ein weiterer Standort eines Bildschirms im ehemaligen Grundschulgebäude realisiert werden kann, damit das ganze Schulzentrum auf das System zurückgreifen kann.

Im gleichen Zuge wurden auch sechs Laptops für den Unterricht angeschafft. Diese werden nicht wie im Fach Informatik genutzt, um den Umgang mit dem Rechner selbst zu erlernen, sondern als Werkzeug im Fachunterricht. Beim Pressegespräch waren die Rechner im Physiksaal im Einsatz, wo die Schülerinnen und Schüler sie nutzten, um anhand des Sprungs von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre den freien Fall zu berechnen und zu simulieren. Und als der frühere Lehrer Hermann Busch vom Förderverein der Hakemicke-Schulen sah, dass noch Anschlüsse frei waren, sagte Kassiererin Gabriele Putlitz-König spontan zu, dass vier weitere Laptops angeschafft werden, damit an jedem Arbeitsplatz im Fachraum ein einzelner PC stehen kann.


Im Physik-Unterricht dienen Laptops als Arbeitsgerät, um den freien Fall anhand des Sprungs von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre zu studieren. Foto: win


 

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